Meine Geschichte

"Es lag mir schon sehr früh am Herzen, mich um das Wohlergehen eines jeden Tieres zu kümmern. Ich engagiere mich in meiner Freizeit für Katzen und Tiere allgemein, indem ich mein Leben auf so tierfreundliche und umweltbewusste Weise gestalte, wie es mir möglich ist. So "verzichte" ich auf tierische Produkte, achte mich auf die Natur und Umwelt, gehe sparsam und überlegt mit meinen Ressourcen um und gestalte meinen Alltag rund ums das Wohlergehen meiner Vierbeiner. Gerne verbringe ich die Zeit damit, mich über Umweltschutz und Tierrechte zu informieren."

Als ich 11 Jahre alt war, habe ich meine Eltern nach langem "Quengeln" von mir und meiner Schwester endlich davon überzeugen können, sich ein Haustier bzw. ganz spezifisch eine Katze zuzulegen. 

Als junges Mädchen hatte ich natürlich meine ganz genauen Vorstellungen davon, was für eine Art von Katze ich haben möchte. Ein Weibchen mit langem Fell, leicht getigert, als Junges bei uns aufgenommen, unsterilisiert damit ich mit ihr Kitten bekommen könne und unbedingt sehr verschmust sollte sie sein. Den Namen wusste ich dabei natürlich von Anfang an: "Luna". Doch dazu kam es (zu diesem Zeitpunkt) leider noch nicht. 

Wir hatten uns mehrere Inserate online angesehen, lasen uns durch viele Texte und Bücher, um uns so gut wie möglich auf das Katzenjunge vorzubereiten. Es vergingen einige Monate, in denen die Vorfreude stark zu spüren war und irgendwann stiessen wir online auf ein Angebot eines 6-er Wurfes von Mischlings-Kitten einer Norwegischen Waldkatze und einer Maine Coon-Kätzin. Schon bald haben wir mit der Inserentin der Kitten Kontakt aufgenommen und einen Termin vereinbart, um uns die kleinen Kätzchen anzuschauen. 

Der Wurf bestand aus 5 Männchen und einem Weibchen. Alle 5 Buben orange, das Mädchen getigert. Genau so, wie ich es wollte. Doch das Schicksal hatte andere Pläne. Ich musste leider erfahren, dass das Weibchen nicht mehr zum Verkauf stand, was mir einen Moment lang das Herz brach. Es stellte sich heraus, dass von den 6 Kitten nur noch 2 zur Verfügung standen. Im ersten Moment wollte ich eigentlich gleich wieder nach Hause gehen, so frustriert und traurig war ich über die traumzerplatzende Nachricht, doch schnell änderte sich meine Stimmung, als zwei kleine, rote Feuerbälle durch den Raum auf uns zugeflitzt kamen. Innert weniger Minuten hatten sich meine Eltern, ich und meine ältere Schwester Hals über Kopf in die beiden Flauschnasen verliebt. Aus dem ehemaligen Plan nur ein weibliches Kitten aufzunehmen, wurden zwei männliche Kitten noch am selben Abend zu uns nach Hause transportiert. 

Die beiden haben sich so gut mit uns und untereinander verstanden, da konnten wir die Brüder nicht einfach voneinander trennen. Wir hatten sie direkt in unser Herz geschlossen.  Ich war so happy, dass wir uns spontan für zwei Kitten entschieden hatten, dass die Trauer über das schon vergebene weibliche Kitten schnell verflogen war und wir alle freuten uns "Apollo" und "Shirkhan" ganz offiziell in die Familie aufzunehmen. 

Doch mein Traum ein weibliches Kitten zu adoptieren und mit diesem dann auch Würfe zu planen und zu haben, wollte ich nie aufgegeben oder vergessen. So verschob ich die Idee auf einen passenderen, späteren Zeitpunkt... 

Ein zweiter Versuch

Die Zeit verging und nicht nur ich wurde älter, sondern auch unsere beiden Kater wuchsen schnell heran. Mittlerweile sind sie 7 Jahre alt (Stand: Herbst 2024) und wiegen beide um die 7 Kilo. Trotz so mancher kleiner Marotten in ihrem Verhalten, lieben wir die beiden mit jeder Faser unserer Herzen. Wir bereuten zu keiner Zeit, uns damals dafür entschieden zu haben, die beiden zu uns Nachhause genommen zu haben. 

Doch wie ich bereits erwähnte, waren es ursprünglich nicht zwei Männchen, die ich haben wollte, sondern ein Weibchen. Immer mal wieder über die Jahre verteilt, versuchte ich meine Eltern davon zu überzeugen, sich erneut nach einer weiteren Katze umzusehen, um mir meinen Kindheitstraum zu erfüllen, doch die beiden blieben lange stur. Dennoch gab ich nicht auf und informierte mich mit der Zeit immer mehr und mehr über das Züchten von Katzen und dem Halten von Kätzinnen und Rassetieren. Je älter ich wurde, desto mehr wollte ich darüber erfahren und umso mehr reizte mich der Gedanke, endlich eine eigene Aufgabe anzugehen und umzusetzen. 

Letzten Endes konfrontierte ich meine Eltern im November 2023 damit, dass ich nun genug gewartet und mir genug Wissen angeeignet habe, um verantwortungsvoll und mit einem breiten Grundwissen meine eigene Katzenzucht auf die Beine stellen zu können. Es wäre nicht nur eine grosse Verantwortung für mich, sondern auch eines meiner ersten eigenen Projekte, welches ich selbstständig angehen wollte. Natürlich ist die Umsetzung meiner Vorstellung eine nicht ganz so einfache Aufgabe, doch bin ich durchaus bereit, diese Challenge mit etwas Unterstützung anzugehen. 

Es kam dann doch etwas überraschend für mich, aber beide meiner Eltern kamen nach etwas Diskutieren zum Schluss, dass sie mein Projekt unterstützen und mir dabei auch helfen wollten. Die Entscheidung der beiden freute mich sehr, doch stellte sich nun die Frage:

                                           Wo fange ich an?

Erste Pläne, erste Schritte

Grundsätzlich hatten sich meine Vorstellungen über die Jahre nicht total in eine andere Richtung geändert. Nach wie vor schwebte mir ein crème-beige-farbenes Weibchen mit dunkler Schnauze vor. Ohren, Pfoten und Schwanz sollten ebenso dunkel akzentuiert sein. Eine leichte Tigerung und eine Fellmaske im Gesicht vervollständigten mein Wunschbild. Nun hiess es also eine Zucht zu finden, mit der Katzenrasse, welcher meinen Vorstellungen am besten entsprach; der Ragdoll.

Zusammen mit der Hilfe meiner Eltern, suchte ich Inserate von Ragdoll-Zuchten in unserer Umgebung und meldete mich bei denjenigen, die mir sympathisch waren. Innert weniger Tage kamen auch schon die ersten Antworten. Manche waren äusserst erfreulich, andere etwas enttäuschender. So hatten die einen Zuchten weitere Würfe geplant und Kapazität auf ihrer Warteliste, andere wiederum waren zu ausgelastet, hatten zurzeit keine konkreten Pläne oder es stellt sich für mich heraus, dass das System, wie die Zucht geführt wurde, nicht meinen ethischen Vorstellungen entsprach. Trotzdem wurde ich nach etwas weiterem Warten endlich bei einer Hobby-Ragdoll-Zucht fündig und konnte bald auch schon einen Termin mit der Züchterin ausmachen, um sich auszutauschen und gegenseitig kennenlernen zu können.

Das erste Treffen lief sehr gut. Wir zeigten viele Gemeinsamkeiten, wie wir unsere Katzen halten und interessierten uns auch entsprechend für ähnliche Dinge. Im Gespräch erzählte sie uns, wie ihre Hobby-Zucht liefe, welche Erfahrungen sie bereits machen konnte und was ihr wichtig ist. Auch konnten wir ihre Zuchtkatze namens Lila kennenlernen. Eine äusserst hübsche und stolze Ragdoll-Katzendame mit wunderschöner Fellzeichnung, die meinen Vorstellungen mehr als gerecht wurde. Nach dem Termin waren ich und meine Mutter uns einig; Hier würden wir das Ragdoll-Kitten kaufen wollen.

Doch im Verauf der Zeit wurde uns allen etwas klar, denn nach weiteren Überlegungen, äusserten sowohl ich als auch die Züchterin das Bedenken, dass es womöglich ganz und gar keine gute Idee sei, Lila und eines ihrer weiblichen Kitten gleichzeitig bei uns daheim aufzunehmen. Einerseits wussten wir alle von Lilas Gezanke mit anderen Kätzinnen aus der Umgebung, insbesondere  mit R und ausserdem wäre der Zeitpunkt, zu welchem wir Lila mit einem ihrer Kitten zu uns aufzunehmen planten, auch derselbe Augenblick, zu welchem das Kitten abgestillt werden müsste. Aus vergangenen Erfahrungen und Beobachtungen konnte uns die Züchterin auch berichten, dass in solchen Phasen die Katzenmama in ihre zickige Rolle schlüpfen müsse, um das Junge zu erziehen und es von sich fern zu halten. So war es jedenfalls bisher auch immer mit Lila gewesen.

Die Gefahr wäre dementsprechend viel zu hoch, dass die Fellnasen sich nicht nur total gestresst fühlen würden oder angespannt wären vom ganzen Umzug, der neuen Umgebung, unseren zwei ausgewachsenen Katern, den überwältigenden, unbekannten, neuen Eindrücken und den neuen Besitzern. Zusätzlich käme gleichzeitig dann ja auch noch die Ablösung und Trennung von Mutter und Kind dazu. Höchstwahrscheinlich würde dies zum mega Stress aller Beteiligten führen. Also keine Optimal-Situation für Lila, Kitten, Kater oder aber auch für uns. 

Wir mussten also eine Wahl treffen. Entweder lediglich das Kitten, so wie es von Anfang an vorgesehen war, ein Versuch mit einem männlichen Kitten und Lila, (auch wenn dies ebenfalls ähnliche Schwierigkeiten mit sich bringen könnte) oder nur Lila alleine, eine erfahrene, jedoch noch immer sehr junge Zuchtkatze, welche aufgrund ihres schwierigen Verhaltens gegenüber R nicht mehr bei der Züchterin bleiben konnte.

Die Entscheidung fiel mir und meinen Eltern nicht leicht. Ich hatte schon viele Jahre des Wartens hinter mir und es streubte sich jede Faser meines Körpers gegen eine Entscheidung dieser Art, doch ich musste ehrlich mit mir bleiben und zum Wohle der Tiere handeln. Nach einigen Gesprächen mit meinen Eltern und etlichen Diskussionen über Zukunftsmöglichkeiten, war mir meine Entscheidung aber soweit klar.

Ich würde mich GEGEN ein Kitten und nur FÜR Lila alleine als meine Zuchtkätzin entscheiden, mit welcher ich im Verlaufe der Jahre ja auch weitere Kitten bei mir Zuhause haben könnte. So war es ja eigentlich auch mit dem weiblichen Kitten gedacht gewesen. 

Die Züchterin unterstützte meine Entscheidung, denn auch sie fand es sinnvoller sich dafür zu entscheiden, Lila an mich abzugeben, da wir auch so etwas weniger Angst und Stress haben müssten, unsere Hobby-Zucht aufzubauen. Sie wusste ja genau, dass Lila eine ideale Mutter für ihre Jungen ist und bisher hatte sie auch stets nur positive Erfahrung mit ihr machen können. Wir könnten uns dabei ebenfalls auf sie und ihre Unterstützung verlassen und trotz sehr geringer Erfahrungen etwas sicherer an die Katzen-Hobbyzucht herangehen. Logischerweise würden wir eben auf die Hilfe der Züchterin angwiesen sein, aber dies liesse sich problemlos einrichten. 

Die Entscheidung war also nun gefallen und ab diesem Zeitpunkt hiess es dann nur noch warten. Warten darauf, dass Lila rollig werden würde, zum Deckkater Mr.Bean gehen und sich decken lassen könnte und die Kitten nach 9 Wochen Schwangerschaft zur Welt kämen und folglich nach 14 Wochen Mutterzeit von Lila abgelöst und vermittelt werden könnten.

Ein kleiner Rückschlag...

Die Entscheidung ein Kitten von der Züchterin, welche wir besucht hatten, aufzunehmen, hatten wir rund ums neue Jahr 2024 getroffen. Wir waren sehr glücklich mit unserer Entscheidung und freuten uns sehr die ersten Vorbereitungen für das Kitten zu machen und diese dann teilweise auch schon umzusetzen. Jedoch kam es letzten Endes nicht so, wie wir es uns gedacht und erhofft hatten.

Lila wohnte natürlich nicht alleine bei der Züchterin, sondern hatten auch etliche andere Kater und Kätzinnen bei der Züchterin ihr Zuhause. Es ist zwar ganz normal, dass sich nicht alle Tiere untereinander verstehen würden oder so enge Freundschaften wie die Menschen bilden können, jedoch fiel auf, dass sich Lila immer öfter und heftiger mit der ältesten Katzendame R stritt und die beiden sich bei zu nahem Kontakt nicht selten in die Haare gerieten.

So kam es einige Wochen nach unserem Treffen bei der Züchterin dazu, dass sie sich bei uns meldete und uns die vorherrschende Situation bei ihr Zuhause mit Lila und R schilderte und erklärte.

R wurde von Lila nämlich mittlerweile so heftig schikaniert, dass sich diese oftmals tagelang nicht mehr nach Hause wagte und keinerlei sichere Orte mehr für sich hatte, um sich zurückziehen zu können. Dies fiel der Züchterin erst recht dann auf, als R mehrere Tage nicht mehr im Haus war, sie sich draussen auf die Suche nach ihr begeben musste und sie R verletzt, total ausgehungert und dehydriert in einem nahegelegenen Gebüsch fand und direkt ins Tierspital bringen musste. Dort wurde R glücklicherweise gut geholfen, jedoch hatte der Schreck bei der Züchterin eine grosse Angst und Sorge ausgelöst.

So konnte es nicht weitergehen und mit viel Überwindung stellte die Züchterin uns die Frage, ob wir nicht vielleicht mit einem Kitten auch Lila zu uns aufnehmen könnten.

Wir waren anfangs sehr damit überrumpelt, war es eine doch sehr plötzliche Anfrage, die wir so nicht erwartet hatten. Wir brauchten ebenfalls etwas Zeit, um uns dieses unerwartete Angebot durch den Kopf gehen lassen zu können. Schliesslich war ursprünglich ja auch nur geplant gewesen ein einzelnes Kitten und nicht auch noch die Mutter, eine erfahrene Zuchtkätzin, zu uns aufzunehmen. Doch wir sahen darin eine gute Möglichkeit, dem Kitten und der Mutter etwas Stressreduktion zu bieten, da sie sich dann bei einem Umzug in unser Zuhause eine gegenseitige Unterstützung bieten könnten. Ausserdem würde es auch uns etwas entlasten, da wir wussten, dass Lila eine äusserst gute Mutter für ihre Kitten war und viele Dinge sehr selbstständig übernehmen konnte.

Kurz nach unserer Entscheidung, meldeten wir uns also erneut bei der Züchterin und nahmen ihr (wenn auch etwas unfreiwiliges) Angebot wohlgesonnen an.


(Das war auch ganz ganz dringend notwendig, den eine Woche vor der Adoption kam es zu einem kleinen (schon fast erwarteten) Ereignis... 

Lila war während der Zeit des Abwartens schon mehrmals wieder in eine Rolligkeit gefallen, wodurch bei einem jeden weiteren Mal auch das Risiko der gefährlichen Dauerrolligkeit anstieg.)

...zum zufälligen Glück :)

Am 30. April 2024, mitten in der Nacht (um 02 Uhr morgens), war es dann soweit und Lila gebar 3 gesunde Kitten (2 Mädchen und 1 Junge).     Allesamt gesund und munter. Allesamt super süss und flauschig.

Noch am selben Tag gingen ich und meine Eltern abwechselnd auf Besuch, um die kleinen Flauschnasen sehen zu können. Sie wogen knapp 100g und waren alle noch ganz zart und rosa mit dünnem, schneeweissem Fell, eng angekuschelt am warmen, milchig-süssen Bauch von Lila, geschützt in ihrer Wurfbox an einem ruhigen, lauschigen Örtchen.

Wir gingen regelmässig auf Besuche, um die kleinen Fellhäufchen zu sehen und gleichzeitig auch das Verfahren von Lilas Adoption zu besprechen und zu planen. Die 14 Wochen vergingen wie im Flug und plötzlich waren es nur noch wenige Tage, bis sie endlich zu uns nach Hause kommen konnte.

In der Zwischenzeit hatten wir viele unserer Vorstellungen umsetzen und konkrete Vorbereitungen treffen können. Mittlerweile hatten wir mehrere Kletterwände für die zukünftigen kätzischen Bewohner bei uns Zuhause aufgebaut, organisierten neue Schränke und Regale, die die Wohnung und das Haus katzenfreundlicher, aber auch kittensicherer machten. Wir erwarben viele kleinere Produkte, zur Verwöhnung von Lila und haben uns noch intensiver mit dem Thema rund um die Notwendigkeiten einer Katzenzucht befasst. (Während dieser Zeit entstand auch der Grossteil dieser Website). Wir installierten eine neue Katzenklappe, befestigten ein kleines Gitterchen vor meiner Zimmertür (um ein erstes Treffen von Lila und unseren Katern zu vereinfachen), wir organisierten Spielsachen, Pflegeprodukte, Kittenzubehör, Tragboxen oder kreierten, designten, nähten und gestalteten unsere eigenen kleinen Dinge, welche alle zum Wohle der Katzen gehörten. Selbstgenähte Patchworkdecken, selbstdesignte Sitzpolster, zusammengebastelte Knobelspiele, selbstbemalte Trinkschalen, selbstgenähte und gehäkelte Spielsachen und Tierchen, etc. Zum Zeitpunkt der Adoption von Lila waren wir also rundum gut ausgestattet und vorbereitet.


Wie es danach weiterging, bzw. auch jetzt noch weitergeht, kannst du unter meiner Rubrik Blogbeiträge nachlesen. Dort gebe ich regelmässige Updates rund um Lila, die Kitten und unsere beiden Kater und ich lade so manche Zusatzinformationen zum Thema Ragdoll und Katzenhaltung allgemein hoch :) 

Zusätzlich findest du auch im Abschnitt Bildergalerie viele Fotos all meiner Haustiere, sowie die ersten Würfe von Lila bei ihrer ehemaligen Besitzerin.

Hier findest du ausserdem den Link zur Webpage ihrer Hobby-Zucht: https://ragcoon.ch

Hallo Lila 

Bei der 4ten Rolligkeit nach der Kittengeburt entschieden wir uns dafür, Lila zu Herrn Bean, dem Ragdoll-Deckkater, zu bringen, um sie dort erneut von ihm decken zu lassen. Dies war Ende Juli 2024. 10 Tage vor ihrem grossen Umzug zu uns nach Hause. Ob eine weitere Deckung bei Lila auch wirklich schon funktioniert hatte, liess sich anfangs natürlich nicht sofort sagen und wir mussten uns etwas in Geduld üben. Doch die Chancen standen gut und die Vorfreude auf unsere gemeinsame Zeit war gross.

Ob eine Kätzin aufgenommen hat, lässt sich normalerweise nur eher spät feststellen, an ihrer runden Bauchform, den pinken Zitzen, dem typisch trächtigen Verhalten und gewissermassen auch an der Auffälligkeit, dass sie nach längerer Zeit auch nicht mehr in eine Rolligkeit verfällt.

Anfangs war also noch unklar, ob Lila bereits erneut Kitten in sich trug, als sie zu uns nach Hause kommen konnte, jedoch mussten wir stark davon ausgehen. Sie hatte ja bisher immer aufgenommen, wenn sie bei Herrn Bean auf Besuch gegangen war. Ausserdem wurde sie auch bei uns nicht mehr rollig und hatte vermehrt Appetit und Kuschelbedarf, wurde von Woche zu Woche ruhiger, genoss die Gesellschaft unter uns, was bei ihr eigentlich immer hiess, dass sie trächtig sei.

Zugegeben, die ersten paar Tage mit Lila waren etwas schwieriger, als ich es mir vorgestellt hatte. Zudem hatte ich unterbewusst gewisse Erwartungen gehabt, welche logischerweise in der kurzen Zeit nicht umgesetzt werden konnten, was zunächst etwas frustrierend war. Geduld war das Gebot der Stunde.

Lila und ich hatten keinen einfachen Start zusammen, doch haben wir uns nach nicht all zu langer Zeit besser kennengelernt und aneinander gewöhnt. Wir mussten uns beide an die neue Situation anpassen und die Umstände einschätzen lernen.